Echo der Schritte in der Halle
Das Echo der Schritte hallte durch die leeren Flure des alten Herrenhauses, das seit Jahren unbewohnt war. Sophie hatte die Einladung zu einem geheimnisvollen Abend im alten Anwesen erhalten, das von vielen als heimgesucht galt. Unbeeindruckt von den Geschichten um das Haus, war sie neugierig auf das, was vor ihr lag. Der große Empfangsraum war mit prächtigen, jedoch staubigen Möbeln geschmückt, und das Licht der untergehenden Sonne warf lange Schatten an die Wände.
Leise setzte sie einen Fuß vor den anderen, als wäre sie auf der Jagd nach einem langen vergrabenen Geheimnis. Die Stille wurde nur durch das gelegentliche Knarren der Dielen unterbrochen. Besonders eine Tür am Ende des Flurs hatte es ihr angetan, sie konnte sich der Anziehung nicht entziehen. Was war wohl dahinter verborgen?
Sie näherte sich, die Vorfreude in ihrem Herzen pulsiert, während ihre Hand sich dem kühlen, verzierten Türgriff näherte. Als sie ihn ergriff, spürte sie einen Schauer über ihren Rücken laufen. Plötzlich hörte sie hinter sich Schritte – rasch, leise und gleichzeitig voller Intensität. Ein vertrauter Duft umhüllte sie, und als sie sich umdrehte, war es, als ob die Zeit gefroren wäre. Der geheimnisvolle Fremde stand direkt hinter ihr, seine Augen funkelten im späten Licht. Sophie fühlte das Prickeln der elektrisierenden Luft zwischen ihnen, der Moment war aufgeladen mit einer verführerischen Brauchbarkeit.
„Geht es dir gut, Sophie?“, murmelte er, während die Distanz zwischen ihnen schien, sich aufzulösen. Ihr Herz schlug schneller. Die Welt um sie herum verblasste, während sie blickte. Ein stummes Einvernehmen schwebte im Raum. Gerade als sie ihm antworten wollte, beugte er sich zu ihr und seine Lippen huschten über ihren Hals.
Das Echo der Schritte hallte erneut durch die Halle, aber diesmal war es ihr eigenes Herz, das alle anderen Geräusche übertönte. Und dann, in diesem Moment, als der Raum für sie allein schien, geschah das Unerwartete...