Der Mann im Anzug

Die Luft war erfüllt von einem Hauch von Opulenz, als Marc das schummrige Restaurant betrat. Sein stylisches Auftreten zog sofort alle Blicke auf sich – maßgeschneidertes Jackett, elegante Hosen und ein Lächeln, das Versprechen von Abenteuer in sich trug. Unter den gedämpften Lichtern und dem Klirren von Weingläsern schien er wie ein magnetischer Stern in einer Galaxie voller gelangweilter Gesichter. Am Fenster, mit Blick auf den funkelnden Fluss, saß sie – Clara. Ihre vornehme Einfachheit passte perfekt zu ihm, und in ihrer Neugier lag eine unergründliche Tiefe. Marc hatte sie schon von der Ferne betrachtet, den Kopf leicht geneigt, die magnetische Anziehungskraft zwischen ihnen greifbar. Der Moment kam, als er sich entschloss, sie anzusprechen. Er nahm an ihrem Tisch Platz, ihre Blicke trafen sich und in diesem Augenblick war die Zeit wie stillgestanden. Sei es die schüchterne Berührung ihrer Hände oder das Aufblitzen des Verlangens in ihren Augen; das Spiel um ihre Wünsche war begonnen. Die Anziehung zwischen ihnen konnte man beinahe physisch spüren, während sie über belanglose Dinge plauderten. Doch jeder Satz, jede Andeutung ließ die Spannung steigen – eine unsichtbare Schnur, die ihre Körper näher zueinander zog, während der restliche Raum um sie herum verschwamm. Und als er den Mut fand, eine Haarsträhne hinter ihr Ohr zu stecken, war es, als würde die Welt um sie herum vergehen. Die Blicke wurden länger, die Berührungen mutiger. Clara spürte, wie ihr Herz schneller schlug, und die Hitze, die zwischen ihnen pulsierte, fragte förmlich danach, entfesselt zu werden. Marc beugte sich näher, und der Moment des Zögerns zwischen ihnen war verschwunden. Ihre Lippen näherten sich einander, als ihn ein leiser Gedanke überkam – was, wenn sie diese Nacht nicht nur mit Worten verbringen würden?

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