Die Sehnsucht im Skianzug

Es waren die letzten Strahlen der Wintersonne, die das schneebedeckte Tal in ein verzaubertes Licht tauchten. Anna schnallte sich ihren Skianzug enger und atmete die kalte, frische Luft tief ein. Der weiche Schnee unter ihren Skiern knirschte verlockend, während sie den Hang hinunterfuhr. Doch es war nicht nur die Landschaft, die ihr Herz schneller schlagen ließ, sondern auch der Gedanke an Max, den geheimnisvollen Skilehrer mit den durchdringenden Augen und dem verführerischen Grinsen. Sie hatte ihn amüsiert beim Unterrichten anderer gesehen, seine Bewegungen im Schnee, die Art, wie er sich gebärdete, war hypnotisierend. Ein verborgenes Verlangen regte sich in ihr, als sie ihn nun von der Piste aus beobachtete. Er brauchte keine Worte, um sie zu verführen. Nach einer aufregenden Abfahrt entschloss sich Anna, eine Pause in der Hütte einzulegen. Das Feuer knisterte sanft und spendete Wärme in der kalten Luft. Dort saß er, Max, allein an einem Tisch, seine schneebedeckten Stiefel ausgestreckt und die Jacke lässig über die Schultern geworfen. Seine Augen leuchteten, als sie näher kam. „Kommst du dich ausruhen?“ fragte er, seine Stimme tief und einladend. „Ja, ich musste einfach kurz weg von der Piste“, murmelte Anna und setzte sich. „Die Aussicht ist atemberaubend, oder?" „Nicht halb so atemberaubend wie die Frau in diesem Skianzug.“ Seine Stimme war sanft, aber die Bedeutung schwebte in der Luft. Anna fühlte, wie ihr Herz schneller schlug, ein kribbelndes Verlangen durch ihren Körper strömte. Sie wusste, dass dies nicht wie die anderen Tage rodete. Dieses Mal ging alles um mehr als nur Ski fahren. Nach einem Moment des Schweigens beugte sich Max über den Tisch. „Was würdest du sagen, wenn wir es noch aufregender machen?“ Seine Augen funkelten vor Verlangen und seine Hand berührte sanft ihren Arm. „Die Nacht ist noch jung, und wir sind nicht die Einzigen hier.“ Anna spürte die Hitze in ihrem Gesicht, wusste, dass die ernsten Gedanken ihr nicht mehr behagen konnten. Mit einem selbstbewussten Lächeln näherte sie sich ihm, der Raum zwischen ihnen wurde kleiner, während ihre Herzen im Gleichklang schlugen. Der Drang, ihm nahe zu sein, war überwältigend. Langsam neigte sie ihren Kopf weiter zu ihm, bereit für mehr, gerade als das Geräusch von ankommenden Gästen die Stille durchbrach und Anna abrupt inne hielt, der Moment durch den plötzlichen Besuch gestört. In diesem Augenblick war die Ungewissheit der Zukunft greifbar, und sie wusste, dass sie bald Entscheidungen treffen musste, die ihr Leben verändern könnten. Das Knacken des Holzes unter ihren Füßen, das Zischen des Feuerholzes und das leise Flüstern der Gäste bildeten nun einen chaotischen Kontrast zu dem elektrisierenden Moment, der gerade zwischen ihnen entstanden war.

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